Vogelfütterung - aber richtig!

Quelle: http://www.tierheim-bielefeld.de/tierschutz/vogelfuetterung/_vogelfuetterung.php

 

Umstritten ist in den letzten Jahren die Notwendigkeit der Vogelfütterung im Winter.
Unumstritten ist allerdings die hervorragende Möglichkeit, das Verhalten der Vögel am Futterplatz beobachten zu können.
Gegner und Befürworter haben jedoch eines gemeinsam: die Erhaltung unserer einheimischen Vogelwelt.

Birds on the rocks

Kinder und Jugendliche erwerben hier ihre ersten Artenkenntnisse und sehen den Vogel nicht als Vertreter einer Spezies, sondern als Individuum.
Der ältere Mensch bewahrt durch die Winterfütterung die in der Jugend erworbenen emotionalen Bindungen an die Vogelwelt. Er versorgt „seine” Vögel und kann ihr Verhalten täglich beobachten und sich daran freuen.
Der konventionelle Vogelschutz schaft so emotionale und rationale Grundlagen für ein Umweltverständnis.

Wichtig ist allerdings die richtige Fütterung, um unsere Vögel nicht zu gefährden.

Daher hier einige Tipps:

Futterstelle

Um die Vögel möglichst gut beobachten zu können, sollte das Vogelhaus an einem Ort aufgestellt werden, an dem man eine gute Sicht hat, die Vögel sich aber trotzdem ungestört fühlen. Die Futterstelle sollte nicht direkt an Gebüschen aufgestellt werden, da sich sonst Katzen unbemerkt anschleichen können.

Futterhaus

Das Häuschen sollte so konzipiert sein, dass möglichst viele verschiedene Vögel ihr Futter holen können. Im Handel gibt es sogenannte Futterhaussilos, die sich sehr gut eignen.
Achtung: Kein rotes Haus nehmen, da die Farbe Rot für Vögel ein Alarmzeichen ist.

Die wichtigste Grundregel: Das Häuschen muss täglich gereinigt werden. Hierfür gibt es im Handel spezielle Desinfektionsmittel, um Keime und Krankheitserreger, die sich durch Kot und Futterreste einschleichen können, abzutöten.

Das Haus sollte so gebaut sein, dass Schnee und Regen das Futter nicht durchnässen können. Es ist besser, mehrere kleine Futterstellen einzurichten, damit sich durch die Vielzahl der Besucher und deren Kotabsonderungen keine Infektionsherde (Salmonellen) bilden können.

Futter

Grundsätzlich unterscheidet man bei unseren Wintergästen zwischen Körner- und Weichfressern. Es gibt hierfür spezielle Futtermischungen, die sowohl Sämereien mit harter Schale als auch Haferflocken und getrocknete Beeren enthalten. Für die Vögel, die ihr Futter an frei aufgehängten Futterballen zu sich nehmen, sollten noch einige Meisenknödel oder -ringe aufgehängt werden.



Trink- und Badegelegenheit

Schnee, Rauhreif und kleine Eiszapfen sorgen in der Regel ausreichend für Wasser.

Geeignete Futterstellen können auch leicht selbst gebaut werden.
Hier einige Beispiele:

 

 Eine Winterfütterung ist dann sinnvoll, wenn ....
- man nur in wirklichen Notzeiten, bei Frost und Schnee, füttert.
- man spätestens Ende Februar/ Anfang März aufhört zu füttern, damit
  die Vögel vor der Jungenaufzucht wieder an „Normalkost“ gewöhnt
  sind. Mit Haferflocken und Rosinen gefütterte Jungen leiden später
  häufig an Entwicklungsschäden.
- man auf jeden Fall ohne Pause weiterfüttert, solange das schlechte
  Wetter anhält. Die Vögel sind an ihre Futterstelle gewöhnt und würden
  sonst innerhalb von Stunden verhungern.
- man auch die Zugvögel fördert, z.B. durch Nistgehölze.

 

 

Blumentöpfe mit Futtergemisch können Sie wieder auffüllen, indem Sie etwas Fett (Palmin) erwärmen und dann das Futter einrühren. Das Ganze dann in den Blumentopf gießen und aushärten lassen.

Im Fachhandel gibt es übrigens zahlreiche Bücher, in denen Sie umfangreiche Informationen zu diesem Thema finden.


 Welcher Vogel frisst was?

Amsel

Äpfel, fettgetränkte Haferflocken

Kohlmeise

Sonnenblumenkerne, Hanf, Erdnusskerne, Fett (Butter, Margarine, Talg-Schweinefett-Mischung) etc.
Warnung vor Meisenringen, die nur aus Talg und Sämereien bestehen (bei Kälte zu hart).

Blaumeise

ähnlich Kohlmeise, jedoch mit ausgeprägterer Vorliebe für Fettfutter in Glocken, Knödeln etc.)

Tannenmeise

Sonnenblumenkerne, Hanf, sehr gern Fettfutter

Kleiber

Sonnenblumenkerne, Hanf, Erdnusskerne. Versteckt Futter hinter der Borke.

Baumläufer

An Futterstellen selten. Nimmt gelegentlich Fett und Partikel von zerriebenem Butter-Spritzgebäck.

Schwanzmeise

wie Baumläufer

Grünling

Sonnenblumenkerne, Erdnusskerne, kleinere Sämereien. Anfällig gegen Salmonellen; darf nicht im Futter sitzen.

Buchfink

Hanf und zahlreiche kleinere Sämereien, zerkleinerte Erdnüsse. Fast nur am Boden.

Bergfink

Sonnenblumenkerne

Gimpel

ähnlich Buchfink

Kernbeißer

Sonnenblumenkerne

Haus- und
Feldsperling

nahezu Allesfresser

Zeisig

Erdnusskerne in hängenden Netzen, Negersaat. Fast nur im Spätwinter. Anfällig gegen Salmonellen!

Heckenbraunelle

Negersaat, Mohn, Partikel von Erdnusskernen. Fast nur am Boden.

Rotkehlchen

Partikel von Erdnusskernen. Futter für Insektenfresser, Fettfutter. Fast nur am Boden.

Star

Fettfutter

Türkentaube

Sämereien aller Art

Spechte

Fettfutter, am besten in Futterhölzern.

 Zum Ausmalen oder Basteln:

Quelle: http://www.tierheim-bielefeld.de/tierschutz/vogelfuetterung/_vogelfuetterung.php

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