Das Umfeld unserer Schule

Der Ortsteil Ostenfelde liegt etwa 5 km nordöstlich vom Hauptort Ennigerloh entfernt, und ist auch heute noch als ein von der Landwirtschaft geprägter Ort erkennbar.


                  

      

Ostenfelde heißt so viel wie Feld im Osten und dürfte eine Gründung des Klosters Freckenhorst sein, da der Ort der östlichste Teil des Klosterbesitzes war. Die erste Nennung eines Ostenfelder Hofes ist 852 zu verzeichnen, und zwar mit dem Hof Hettrup als Hettum Tarpi. In dem Urbar des Stiftes Werden, welches um 890 datiert ist, erscheint Ostenfelde als Astonfelde.

Ursprünglich werden 4 Bauernschaften genannt, und zwar Dorfbauerschaft, Kodinktorpe (heute Köntrup), Velmeringtorpe (heute Vintrup) und Gerberlinchtorpe (dieser Name erscheint nur noch als Hofesname, nämlich Gentrup). Einen direkten Dorfkern gab es vor 1600 noch nicht, denn der frühere Friedhof umfasste fast den gesamten heutigen Ortskern.

Mittelpunkt des Ortes war die der Hl. Margaretha geweihte Pfarrkirche. Ihre Bauzeit dürfte in die Zeit Bischof Siegfrieds fallen (1022-1032). Erste Urkunden, in dem die Pfarre Ostenfelde erwähnt wird, gibt es aus dem Jahre 1177 (Bischof Hermann II). Das die Pfarre älter sein muss, geht aus einer Urkunde des Jahres 1188 hervor, in der der Hof Binkhoff jährlich eine Ablage an die Pfarre Ostenfelde zahlen muss, zur Memorie der Voreltern, wie es von alters her gebräuchlich gewesen ist.

Die Pfarrkirche war auf dem Grund und Boden des Osthofes (auch Asthove geschrieben) erbaut worden. Dieser lag am östlichen Rand des späteren Dorfes. Er war Stammsitz der Herren von Ostenfelde. Urkundlich begegnen uns diese in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts als bischöfliche Ministeriale (Dienstadel), als Ritter und Burgmänner auf der Burg Stromberg. Ihr Wohnsitz Osthove war bischöfliches Lehngut. Ab 1172 sind die Bewohner bekannt. 1172 wird ein Sigewinus de Hostenuelde und seine Frau Bertradis genannt, man kann aber davon ausgehen, dass der in einem älteren Urbar genannte Liuppo van theme Asterwald ebenfalls auf dem Osthof wohnte und diesen bewirtschaftete.

Am Osthof haftete von altersher als vornehmstes Hofesrecht die Gerichtsbarkeit des Dorfes und der Bauerschaft. Als 1350 Hiricus dictus Vinke de Ostenfelde die Burg Varenholte (Vornholz) baute, wurde seitdem von beiden Höfen die Gerichtsbarkeit ausgeübt.

Weitere Adelshöfe in Ostenfelde waren: seit 1333 die Keuschenburg Erbauer war der Knappe Adolfus dictus Kursne de Ostenfelde. Daher kommt vielleicht der Name Keßenborg, Keißenborg oder Korsseneborg. Seit 1420 gibt es die Nienburg früher auch Nygeborg (neue Burg) genannt. Vorgänger dieser Burg war das Castrum tor Horst welches um 1300 erbaut worden war. Seit etwa 1480 gibt es das Haus Masthof (auch Masthove genannt), welches aber erst nach 1600 mit diesem Namen benannt wurde. Davor wurde es jeweils nach seinem Besitzer benannt, wie etwa Hof des Frederick usw. Jetziger Besitzer ist die Familie Wenge.

Das eigentliche Dorf Ostenfelde gibt es wohl erst seit etwa 1600, als man begann, den damaligen Friedhof zu bebauen. Aus Platzmangel wurde sogar der an der Kirche vorbei fließende Mühlenbach überbaut. Einzelne Kötterhäuser gab es schon in der Nähe der Kirche, und so nach und nach wurde Haus an Haus gebaut. Die endgültige Bebauung des Ortskern war ca. 1860 vollendet. Waren es erst Fachwerkbauten so kamen zum Schluss doch massive Bauten hinzu. Leider sind heute fast alle Fachwerkhäuser aus dem Ortskern verschwunden, aber die dörfliche Struktur blieb erhalten. Landwirtschaftliche Betriebe gibt es im Dorfbereich bis auf den Hof Wilbrand Westhof keinen mehr. Industriebetriebe gibt es nur wenige, und diese sind auch außerhalb angesiedelt. 
Die Mehrzahl der Bewohner muss für seinen Broterwerb in die Nachbarorte fahren, da es hier zuwenig Arbeitsplätze gibt.



 



Herausragende Bausubstanz findet man in Ostenfelde einmal in Schloss Vornholz, der Pfarrkirche St. Margaretha und den beiden Kapellen auf dem Schürenbrink und dem Dromberg. Das alte Pastorat, welches heute eine echte Bereicherung des Dorfbildes wäre, wurde leider 1969 abgebrochen. Einige ältere Fachwerkhäuser, wie die Heimatstuben, die Häuser Senger, Festge und Muckermann, stehen heute unter Denkmalschutz, um so der Nachwelt erhalten zu bleiben. Es gibt aber auch noch ältere Häuser, die man gut durch Renovierungsarbeiten in den früheren schmucken Zustand zurückversetzen könnte. 
(Klemens Senger, aus: Website des Heimatvereins Ostenfelde)

Das Einzugsgebiet unserer Schule umfasst sowohl den Ortskern, als auch neu hinzu gekommene Baugebiete und die Bauerschaften Vintrup, Köntrup und Dorfbauerschaft. Es befindet sich im Einzugsgebiet ein Übergangswohnheim,
der Aussiedler- und Ausländeranteil ist an unserer Schule sehr gering.

Zurzeit (Februar 2007) wird unsere Schule von ca. 100 Schülerinnen und Schülern besucht, die von 3 Kolleginnen,
1 Lehramtsanwärterin und 1 Kollegen unterrichtet werden. Es gibt 4 Klassen.
 

Quelle: Heimatverein Ostenfelde (Klemens Senger)

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