Sachunterricht

Metamorphose

Jetzt fliegen sie wieder, die Akrobaten der Lüfte!
Gemeint sind die Libellen, die sogar still in der Luft "stehen"
und mit ihrer Fangmaske andere Insekten im Flug erbeuten können.

Bis sich jedoch aus einer unscheinbaren Larve ein so
schillerndes Insekt gebildet hat, ist es ein langer Weg.
Diesen Weg (besser: diese Verwandlung) nennt man Metamorphose.


Die Metamorphose vollzieht sich bei Libellen in nur drei Stadien
(unvollständige Metamorphose): Ei -> Larve -- (kein Puppenstadium) -> Imago

Bei anderen Insekten (Schmetterlingen, Käfern) geschieht dieses kleine Wunder in vier Stadien
(vollständige Metamorphose): Ei -> Larve -> Puppe/ Puppenruhe -> Imago

 


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  Neue Fotos (24. April 2005)
Copyright by  © G.Breuer
 



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Bilder: Uwe Römers
www.purewildlife.com
Schlüpfen der Glänzenden Smaragd-Libelle



Die Libellen-Larve steigt aus dem Wasser.
Kopf und Nacken durchbrechen die Larvenhaut.


Der Flugkünstler "quält" sich aus der Larvenhülle:
Die noch sehr schwache Libelle lässt sich kopfüber nach hinten sinken und erhöht den Innendruck, um den Körper weiter auszudehnen und sich immer mehr aus der Larvenhaut heraus zu schieben. So verharrt sie eine halbe bis ganze Stunde und stärkt ihre Muskeln.


Die Metamorphose vollzieht sich:
Nach einer relativ langen Ruhephase beugt sich der Libellenkörper plötzlich nach oben und verhakt sich in der Larvenhaut, um schließlich den Rest des Hinterleibs herauszuziehen.
Um den Körper und die Flügel zu strecken, pumpt die Libelle beides mit Blutflüssigkeit auf.
Anfangs noch matt weiß, werden die Flügel nach kurzer Zeit durchsichtig, wie man sie von den fliegenden Libellen kennt. Aber auch die Farben am ganzen Körper werden noch deutlich kräftiger.


Das geschlüpfte Insekt muss nur noch die Flügel entfalten:
Bis zur Aushärtung und Flugfähigkeit vergehen oft einige Stunden und während dieser Zeit sind die Libellen sehr verwundbar. Wenn beispielsweise stärkerer Wind Schilfblätter gegen die Flügel drückt, tragen die Libellen bleibende Schäden davon. Sie sind dann nur noch eingeschränkt oder unter Umständen gar nicht mehr flugfähig. Auch können sie in ihrer hilflosen Situation leicht von Vögeln erbeutet werden.


Die "fertige" Libelle ist bereit zum Fliegen:
Oft beginnt die Libelle einige Zeit nach Verlassen der Larvenhaut zu klettern, um ihren Schlupfort zu verlassen. Dieser liegt bereits im Schatten, für das schnelle Aushärten und Trocknen benötigt sie aber direkte Sonnenstrahlung. Ist die Libelle schon ausgehärtet und hat ihre endgültige Gestalt erreicht, ist sie bereit für ihren Jungfernflug.


Gerade geschlüpfte Kleinlibelle.


Copyright by  © G.Breuer
Leere Larvenhülle am Blatt einer Teichlilie.


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Leere Larvenhülle am Blatt einer Teichlilie.


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Leere Larvenhülle am Blatt einer Teichlilie.


Die drei Stufen der "unvollständigen" Metamorphose.

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